[thumb:8:l]7.57 Uhr nach argentinischer Zeit landen wir in Ezeiza dem internationalen Flughafen von Buenos Aires. Nach einer Stunde sind wir durch die Passkontrolle, halten unser Gepäck in den Händen und können Michael in die Arme nehmen.
Da stehen wir nun auf argentinischer Erde und warten auf ein Taxi, welches uns zum Hotel Chile im Zentrum von Buenos Aires bringt. Ein schlichtes, dafür aber preiswertes Hotel – Zeit zum Luftholen und Erfrischen.

Auf uns wirkt die Stadt riesig und unüberschaubar. Wie in den meisten Städten Argentiniens bilden die Straßen ein regelmäßiges Gitternetz. Jeder Häuserblock umfasst genau einhundert Hausnummern, egal, wie viele Häuser dort wirklich stehen. Taxis drängeln sich hupend durch die Straßen – wir sind umgeben von Lärm, Schmutz und vielen Menschen – ein Nachmittag in Buenos Aires.

[thumb:9:l][thumb:10:l]Unser großer „Stadtbummel“ beginnt am Plaza de Mayo – hier steht das Casa Rosada, das Rosa Haus, in dem der Präsident Kirchner wohnt. Im Zentrum des schönen Platzes steht der Obelisk – Pirámide de Mayo – der 1811 zum ersten Jahrestag der Unabhängigkeit aufgestellt wurde. Jeden Donnerstagnachmittag demonstrieren hier die Mütter der verlorenen Söhne, die während der Militärdiktatur (1976-1983) wegen feindlichem Gedankengut verschleppt und aus dem Flugzeug über den Anden oder ins Meer geworfen worden sind.

Am Plaza de Mayo steht auch die Kathedrale der Stadt – die klassizistische Catedral Metropolitana. Sie ist ein nationales Monument, da sie den Sarg des großen Befreiers und Nationalhelden José de San Martin birgt. Er ist eine Art Napoleon Argentiniens, vertrieb die Spanier und brachte vielen Ländern die Unabhängigkeit.

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Weiter geht’s entlang der Shoppingmeile Calle Florida – ein Einkaufsparadies nicht nur für Argentinier. Unser Ziel die Galerias Pacifico beeindrucken nicht nur durch die Preise, sondern auch die herrliche Weihnachtsdekoration – etwas ungewöhnlich bei den heißen Temperaturen.

[thumb:14:l]Am Plaza San Martin kann man im Schatten weit ausladender Ombuebäume verweilen – wir würden sie Gummibäume nennen. Dieses Exemplar ist 300 Jahre alt, so erfahren wir später. Der Platz strahlt eine ruhige Atmosphäre aus und wird deshalb von vielen geschätzt: Kinder spielen ausgelassen, Mütter halten ein Schwätzchen und Büroangestellte genießen die Sonne.

[thumb:15:l][thumb:16:l][thumb:17:l]Im modernen Hafenviertel Puerto Madero präsentiert sich das noble und teure Buenos Aires – hier lebt und arbeitet die gehobene Mittelschicht. Riesige Geschäftshäuser und moderne Architektur prägen das Stadtbild.[newline]

[newline] [thumb:21:l]In San Telmo wechseln wir von der Moderne in den ältesten Stadtteil. Der Plaza Dorrego ist ein beliebter touristischer Anziehungspunkt, denn hier ist ein großer Flohmarkt. Vom Grammophon bis zu angestaubten Scheiben von Carlos Gardel, der Tango-Ikone Argentiniens, ist alles zu haben. Auf der Straße tanzen junge Pärchen zu alten Tangoklängen. Hier findet wohl jeder Tourist sein Mitbringsel, so auch wir in Form einiger alter Postkarten.

Unsere Runde endet im alten Hafenviertel La Boca. Der einst im Viertel ansässige Maler Benito Quinquela Martin überredete die Anwohner, ihre aus Wellblech alter Schiffe bestehenden Häuser mit buntem Schiffslack zu versehen. Heute ist die Straße El Caminito ein beliebtes Ziel, und so sind auch wir vom Charme dieses Viertels beeindruckt.

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