Es ist kurz vor 3 Uhr morgens, graues Wetter und gerade mal 5 Grad plus, als wir mit dem Renault von Sixt unsere große Reise mit der Fahrt zum Flughafen Berlin-Tegel beginnen. Endlich durch alle Kontrollen, verbunden mit dem Verlust von 3 Feuerzeugen, hebt der Flieger von IBERIA gegen 8 Uhr von der Startbahn ab. [thumb:1:l] Ein herrlicher Sonnenaufgang begrüßt uns über den Wolken, welche aussehen wie ein Meer von Wattebällchen. Hin und wieder können wir durch Wolkenlöcher hindurch die Landschaft von oben genießen. Manchmal schaut auch eine Bergspitze aus einem Wattebausch heraus. Das Land ist geprägt von Wasser und rötlicher Erde.

[thumb:3:l] Langsam näheren wir uns Madrid, aber was ist los? Wir landen nicht. Nebel liegt über dem Flugplatz, so lautet die Durchsage – komisch, ich kann die Landebahnen ganz gut erkennen. Gegen 11.30 Uhr haben wir endlich die Rollbahn unter unseren Rädern und nur noch eine halbe Stunde Zeit zum Umsteigen. Wie sich herausstellt, zu wenig für IBERIA und den Madrider Flughafen. Ein Bus bringt uns an das andere Ende des Flughafengebäudes, vorbei am richtigen Terminal. Als wir „Spanien verlassen haben“, ist leider auch der Flieger weg. Für den Moment ein furchtbares Gefühl – wie weiter???
Dieses Schicksal teilen weitere 14 Mitreisende mit uns – ein kleiner Trost. IBERIA zeigt sich großzügig. Im nächsten Flugzeug gibt es für alle einen neuen Platz, also Weiterflug 23.40 Uhr. Zwischenzeitlich werden wir in ein tolles 4-Sterne-Hotel – Meliá Barajas – gebracht, fürstlich bewirtet und können uns in einem schönen Zimmer ausruhen. Man gewinnt den Eindruck, sie haben nur auf uns gewartet. Zurück am Flughafen informieren wir Michael über unser Pech. Er soll ja nicht für umsonst am Flughafen in Buenos Aires auf uns warten.

[thumb:2:l] Endlich gegen 24 Uhr erhebt sich der Airbus über einer herrlichen Lichterlandschaft. Die ersten aufregenden Stunden liegen hinter uns, und wir können uns entspannt zurücklehnen. Die Speisen und Getränke an Bord sind nicht so üppig – kein Problem für uns, nach dem abwechslungsreichen Buffet im Hotel.
Den größten Teil des Fluges verbringen wir nach all der Aufregung schlafend. In der Morgendämmerung befinden wir uns schon über dem südamerikanischen Kontinent. Unser Abenteuer Südamerika kann beginnen.