Bruneck, die Perle des Pustertales ist auch Heimat von Toni. Ein freundlicher 74-jähriger Stadtführer begrüßt uns zu einem kleinen Bummel durch die malerische Altstadt.
Nach dem Rathaus gehen wir zur Ursulinenkirche, die zu Beginn des 15. Jhd. im gotischen Stil erbaut wurde. Durch das Ursulinentor gelangen wir in die Stadtgasse, die Hauptgeschäftsstraße Brunecks. Zu beiden Seiten säumen malerische Häuser teilweise noch mit alte Fresken die Fußgängerzone. Hier finden wir auch ein Glockenspiel aus Meißen.
Von überall erblickt man die schöne, große Bischofsburg, Schloss Bruneck. Sie liegt auf einem leicht zugänglichen Hügel über der Stadt und sieht auf die Häuser der Altstadt herab, als müsste sie noch immer über Leben und Sicherheit der Bürger wachen. Nach dem Bau des Schlosses durch den Brixner Bischof Bruno von Bullenstätten wurde Bruneck schnell zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt des Pustertales. Das Schloss Bruneck ist zur Zeit leider geschlossen – Extrembergsteiger Reinhold Messner wird im Frühjahr 2011 im Schloss sein fünftes Museum aus dem Projekt „Messner Mountain Museum“, kurz MMM, eröffnen. Es soll eine interaktives Museum sein, das in erster Linie den Bergvölkern wie den Sherpa, Walser, Mongolen oder Hunza gewidmet ist. Das Museum wird den Namen “Ripa” tragen.
Zu den eindruckvollsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört der Soldatenfriedhof. In Bruneck lagen während des ersten Weltkrieges einige Kriegslazarette, in denen viele verwundete und kranke Soldaten und Kriegsgefangene verstarben. Die Stadtgemeinde gestattete dem Militärkommando am „Kühbergl“, einem bewaldeten Hügel südlich der Stadt, eine entsprechenden Ruhestätte zu errichten. Ein in Bruneck diensttuender Pionieroffizier, Architekt Ing. A. Bechtold aus Bregenz, gestaltete den Friedhof so, dass er sich harmonisch in das Bild des Waldes einfügte. Bis heute wird die Anlage von einer Gruppe von Brunecker Frauen über das ganze Jahr gepflegt.